Die First Lady und das Haushaltsgeld
Revue vom 26.10.2006
„Schenken Sie Hoffnung“, bat Eva Luise Köhler, Ehefrau von Bundespräsident Horst Köhler und Ehrenvorsitzende des Fördervereins „Chaim Sheba Medical Center Tel Hashomer“ in Tel Aviv, die 250 Gäste der 15. Chaim Sheba Gala im frisch renovierten Schloss Bellevue. Die First Lady musste allerdings auf ihren Mann verzichten. Er hatte zwar, nach zweijähriger Renovierungszeit, seinen Amtssitz wieder großzügig dem Berliner Förderverein Chaim Sheba zur Verfügung gestellt, konnte aber wegen eines Staatsbesuchs nicht an der Gala teilnehmen. Vielleicht hätte er ja nur seine Frau zurückgehalten, das Haushaltsgeld auszugeben. Sie bot nämlich fleißig mit. Insgesamt wurden 35 wertvolle Kunstwerke (u.a. von Markus Lüpertz) versteigert. Die First Lady erwarb für 4000 Euro das Aquarell „Absprung“ der südkoreanischen Künstlerin SEO. In Erinnerung bleibt auch die wunderbare Stimmung, für die das erfolgreiche Gesangs-Duo Marshall und Alexander sorgte. Mit Sicherheit hätte Horst Köhler, der ja leidenschaftlich gern tanzt, seine First Lady aufgefordert. Immerhin, Opern-Star Lucia Aliberti tröstete Frau Köhler mit einer Rose. Mir erzählte die Diva später stolz: „Ich singe demnächst für Fürst Albert im Palast von Monaco.“

